Lost Places: Der Spurensucher aus der Pfalz

„Es ist wie eine Sucht“, sagt Max Brauer. Er meint damit die Suche nach vergessenen Orten - sogenannten „Lost Places“. Mit seiner Gruppe „Verlassene Orte Pfalz“ begibt er sich auf die Spuren vergangener, längst vergessener Zeiten und Geschichten. Zum Beispiel dem ehemaligen NATO-Bunker in Kindsbach: Gebaut von den Nazis im zweiten Weltkrieg, wurde er später von der US Air Force als Kommandozentrale genutzt. Hier liefen alle Informationen der Luftüberwachung im Kalten Krieg in Europa zusammen. Rund 200 Menschen arbeiteten in dem Hochsicherheitstrakt.

 

Heute ist die riesige Anlage sich selbst überlassen und ihr Zerfall schreitet immer weiter voran: Die Farbe blättert von den Wänden der schier endlosen Gänge, Schimmel und Staub haben sich überall festgesetzt, Wasser tropft von der Decke. Der Eingang ist von Pflanzen überwuchert. Es scheint, als würde der Berg sich zurückholen, was man ihm damals genommen hat. Am liebsten taucht Max nur mit Taschenlampen gewappnet in die Dunkelheit solcher verborgenen Orte ein. Dann hat die Fantasie besonders freien Lauf. Was für Menschen haben hier früher gelebt und gearbeitet? Was haben sie gedacht? Was hatten sie für Sorgen? Nach einer solchen Erkundungstour lässt einen so ein Ort nie mehr los, erzählt Max. Man kriege nie genug davon. Es ist eben eine Sucht.

 

Den Bericht findet ihr hier

 

Quelle: SWR

 

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